Ein Kind zu verlieren – Shabnam Arzt weiß, was das heißt. Ihre Tochter war 13, als es zu Ende ging. Eineinhalb Jahre ist das her. Mehrfach nahm die Familie Arzt die Hilfe eines Kinder-Hospizes in Anspruch. „Ich weiß daher um den Segen einer solchen Einrichtung“, sagt Shabnam Arzt. Das sei wie eine Oase gewesen – in einem Alltag, den Pflege, Sorgen, Trauer und Abschied bestimmen. „So ein Kinder-Hospiz“, sagt die 41-Jährige, „ist kein Ort zum Sterben, sondern zum Leben.“ Es gehe dort um eine Auszeit. Kinder und Eltern erhielten die Chance, sich ein wenig von den Belastungen zu erholen.

Einen solchen Platz hat das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal geschaffen. Vor gut einem Jahr feierte das Haus seine Eröffnung. Schon heute gelte es als etabliert, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Kinderhospiz-Stiftung, Dr. Christoph Humburg. Die durchschnittliche Auslastung beziffert er auf 80 Prozent. Das Projekt tragen die Bethe-Stiftung, der Caritas-Verband Wuppertal/Solingen und die Diakonie Wuppertal.

Link: Solinger Tageblatt

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